In diesem Bereich werden wichtige, aktuelle Informationen gesammelt. Es handelt sich hierbei um Informationen zu Ereignissen, die schon passiert sind oder gerade entwickelt werden, abrufbar über die entsprechenden Register-Karten.
Donnerstag, den 20.11.2025: Mehr als drei Stunden objektive Vorträge zum Baugebiet „Langestraße Nord“ und eine offene und ausführliche Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen im Restaurant „TSV Panorama“ in Schöllbronn mit mehr als 100 Teilnehmern.
ERFOLGREICHER INFOABEND DER BI
Am Donnerstag, den 20.11.2025, lud die BI in das Restaurant „TSV Panorama“ in Schöllbronn ein und mehr als 100 Bürger und Bürgerinnen folgten. Sie erlebten mehr als drei Stunden objektive Vorträge zum Baugebiet „Langestraße Nord“ und eine offene und ausführliche Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen. Die Vorträge behandelten zunächst die Entwicklung und fortgesetzte Erweiterung des Baugebiets und dessen derzeitigen Stand. Dargestellt wurden die Vorgaben aus dem Flächennutzungsplan mit geplanten 85 Neubürgern unter Beibehaltung der dörflichen Struktur und die tatsächliche Entwicklung mit ortsfremden „Klötzen“ an höchster Stelle des Baugebiets. Dargestellt wurde die Taktik von Planungsamt und OB, die Neubürgerzahl Schritt für Schritt auf 120, 150 und derzeit auf 193! Neubürgern zu erweitern (davon 70 Migranten / Asylanten in den 3 Klötzen).
Nach unseren Berechnungen sind 350 oder noch mehr Neubürger möglich. Ein weiterer Vortrag befasste sich mit der Anzahl der Wohneinheiten, der Anzahl der Gebäude und mit deren Größenordnung. Vor allem die drei „städtischen“ Klötze oberhalb des Höhenweges sind unserem dörflichen Charakter völlig fremd und zerstören jede Harmonie. Sie wirken durch ihre schiere Größe und Höhe am oberen Ende des Plangebiets und nahezu höchsten Punkt Schluttenbachs als optisch bedrängende Fremdkörper. In der Form eines „Kamingesprächs“ wurden die zu erwartenden Verkehrsprobleme aus der mehrjährigen Bautätigkeit an der Langen Straße ohne die Möglichkeit des Ausweichens von Berg- und Talfahrt erörtert. Schon derzeit gibt es in bestimmten Verkehrszeiten Probleme, „Ausweichstellen“ zwischen den geparkten Fahrzeugen zu finden. Bei dem zu erwartenden Bauverkehr mit An-und Abfahrten ist das Chaos vorhersehbar. Es gibt, seitens des Planungsamtes, kein Konzept, wie Bus, Versorgung / Entsorgung, Baufahrzeuge, Notfalldienste und der tägliche Straßenverkehr geregelt werden. Kein Konzept gibt es auch für den erheblich wachsenden Straßenverkehr durch die Neubürger und zur künftigen Parksituation. Während der Bauzeit wird Anwohnerparken durch parkende Baufahrzeuge erschwert oder unmöglich sein. Bemängelt wurde die Informationspolitik des Oberbürgermeisters, der selbst die beantragte, anwaltschaftliche Akteneinsicht in die Planungsunterlagen verschleppt und faktisch verweigert. Eine Einladung, in Form einer Anzeige im Amtsblatt zu dieser Infoveranstaltung, wurde ebenfalls verweigert. Des Weiteren wurde das Thema Schwerlastverkehr durch die Dorfeinfahrt bis hin zum Baugebiet dargestellt. Tonnenschwere Baufahrzeuge müssen das „Nadelöhr Dorfeinfahrt“ bei der Ein- und Ausfahrt passieren. Eine Zumutung für die Anwohner, die Schall- und Abgasbelastungen und deren Gebäude erheblichen Erschütterungen über einen langen Zeitraum ausgesetzt sind! Es darf auch davon ausgegangen werden, dass sich der Bauverkehr bei verstopfter Langenstraße Schleichwege durch das Dorf- oder Feld suchen wird. Die Mehrbelastung an Schwerlastverkehr wie voll beladene LKWs, Betonmischer u.a., die den Weg über unsere Dorfeinfahrt nehmen, bringen Erschütterungen, Abgase und Schall, auch für unsere 1000-jährige Linde, mit sich. Das hat Folgen für das geschützte Naturdenkmal! Ein Gutachten über Status und mögliche Gefährdung des den Ort prägenden Naturdenkmals wird von der BI gefordert.
Mit dem Natur-und Artenschutz beschäftigte sich ein weiter Vortrag, der sich u.a. mit der Vorgehensweise des Planungsamtes bei der Umwandlung des gesetzlich geschützten Streuobstwiesenbiotops im Baugebiet befasste. Bei Zerstörung eines solchen Biotops muss auf möglichst nahegelegenen Flächen ein gleichartiger und gleichwertiger Ersatz geschaffen werden. Im erforderlichen Antrag auf Umwandlung an die untere Naturschutzbehörde (uNB) wurde weder das ständige Jagd- und Ruhegebiet geschützter Arten wie Rotmilan, Neuntöter, Turmfalke oder Mäusebussard aufgeführt, noch das Pflanzeninventar mit Biotopcharakter berücksichtigt. Entsprechende Dokumentationen waren von fachkundigen BI-Mitgliedern erstellt worden. Als Ausgleichsgebiet wurde der uNB ein Flurstück Nr. 683 angetragen, in der Fortsetzung der Straße zum Friedhof, rechts am Waldrand gelegen. Allerdings wurde beim Antrag nicht darauf hingewiesen, dass es sich bereits um ein seit vielen Jahren gesetzlich geschütztes Gebiet handelt. Tatsächlich stellt das sogenannte Ausgleichsgebiet einen Teil des Natura-2000-Gebietes „Wälder und Wiesen bei Ettlingen Nr. 7016-342 dar. In der Folge wurde dieses „lebende“ Schutzgebiet weitgehend zerstört und ist jetzt flächig von der invasiven Kanadischen Goldrute besiedelt. Die BI fordert eine vollständige Wiederherstellung des erheblich beeinträchtigten Gebiets, mit Entfernung der Kanadischen Goldrute und die Schaffung eines anderen Ausgleichsgebiets, unter Berücksichtigung ihrer Dokumentationen. In einem weiteren Vortrag belegte die BI die von ihr ermittelten, möglichen künftigen Bewohnerzahlen im Detail. Als besonders misslich empfunden wurde die Vorgehensweise, Bürger, Stadt- und Ortschaftsräte mit unvollständigen und zu Unrecht als alternativlos bezeichneten Planungsvarianten beeinflusst zu haben. Bemängelt wurde auch, dass Stück für Stück neue Fakten geschaffen wurden, die einen Anpassungsdruck bei den Planungsentscheidungen der Räte erzeugt haben dürften.
In ihren Schlussworten machte die BI deutlich: Die BI tritt entschieden für das Wohl Schluttenbachs ein. Dies bedeutet, dass sie (auch) beabsichtigt, den Klageweg zu beschreiten. Die durch den OB faktisch verweigerte Akteneinsicht lässt kaum Spielraum. Einem Gesprächsangebot des OB folgen wir gerne, sobald die Akten eingesehen und anwaltschaftlich geprüft wurden. Wir stellen uns NICHT gegen ein Baugebiet. Wir lehnen aber die bestehende Übermaßplanung ab. Wir treten ein für ein dörflich angepasstes, harmonisches, naturnahes, mit viel Lebensqualität für Neu- und Altbürger ausgestattetes, Schluttenbach und ein entsprechendes Baugebiet. Die Klötze oberhalb des Höhenwegs gehören nicht dazu.
Wir treten ein für ein dörflich angepasstes, harmonisches, naturnahes, mit viel Lebensqualität für Neu- und Altbürger ausgestattetes, Schluttenbach und ein entsprechendes Baugebiet. Die Klötze oberhalb des Höhenwegs gehören nicht dazu.
BI Langestraße Nord
BNN-Artikel von Samstag, 22. November 2025, in der Ettlinger Ausgabe Nr. 270 zum Informations-Abend
Fotos Info-Abend
Fröhliche Weihnachten und ein friedliches neues Jahr. Machen Sie mit, damit unser Dorfcharakter erhalten bleibt!
BI Langestrasse Nord
In fröhlicher Runde klebten wir 500 Schneeflocken-Karten, die dann in Schluttenbach verteilt wurden.